Katholische Grundschule, Kempten

Die Pädagogik

Ziel unserer Pädagogik ist, durch selbstlosen Dienst am fremden Leben zu erreichen, dass die Kinder ihre Talente entdecken und das Besondere, das in ihnen steckt, schätzen lernen. Als freie, eigenständige und christliche Persönlichkeiten sollen sie ihren Weg finden und später zukunftsfähig und selbstbewusst in die Gesellschaft hinaus gehen. Dieses Ziel ist sehr hoch gesteckt. Es braucht seitens der Pädagogen, Eltern und Schüler das Vertrauen und den Mut, nach den Sternen zu greifen. Unsere Lehrer haben diesen Anspruch natürlich auch für sich selbst, denn Eltern wie Lehrer haben die Aufgabe, Vorbilder zu sein und authentisch

ihren Glauben vorzuleben.

 

 

Kentenich-Pädagogik

Die Lehrer werden in der Kentenich-Pädagogik geschult. Pater Josef Kentenich, nach dem unsere Schule benannt ist, hat im Laufe von ca. fünf Jahrzehnten dieses Erziehungskonzept entwickelt bzw. zusammengestellt. Es hat sich in der Familienpädagogik, in der Ehepädagogik und Kinderziehung sowie in der Schulpädagogik bewährt. Derzeit gibt es über 25 Schulen in 12 Ländern (Deutschland, Schweiz, Spanien, Portugal, USA, Argentinien, Chile, Brasilien, Paraguay, Ecuador, Peru und Guatemala) die sich danach ausrichten. Die Kentenich-Pädagogik orientiert sich an fünf „Leitsternen", die wir hier kurz vorstellen möchten.

 

 

Vertrauenspädagogik und Bindungspädagogik:

Lernen, sowohl Wissensaneignung als auch der Erwerb sozialer Kompetenzen, erfordert die Erfüllung bestimmter Grundvoraussetzungen. An erster Stelle ist eine Atmosphäre des Vertrauens zwischen Schülern, Lehrern und Eltern notwendig. Positive Bindungen an vertrauenswürdige Personen ermöglichen die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit. Der Mensch braucht Personen, aber auch Orte und Dinge, an denen er sich ‚festmacht' und Heimat spürt, er braucht darüber hinaus die Bindung an Werte. Vertrauen und Bindung lassen sich nicht einfordern, gleichwohl investiert das Lehrpersonal gerade in der ersten Phase der Zusammenarbeit besonders in diese beiden Leitsterne der Kentenich-Pädagogik.

 

 

Idealpädagogik:

Im Gegensatz zur Pflichtpädagogik geht es der Idealpädagogik darum, aus der Freiheit heraus die Eigenmotivation jedes Schülers zu wecken. Gott hat in jeden Einzelnen eine einzigartig-originelle Sendung hineingelegt und ihn mit Talenten ausgestattet. Eltern und Lehrer sollten für eine Atmosphäre sorgen, die das Entdecken und Entfalten der persönlichen Begabungen fördert. Symbolisch ausgedrückt sollen die Schüler mutig nach den Sternen greifen können.

 

 

Bündnispädagogik:

Dieser Leitstern nimmt die Beziehung zu himmlischen Bezugspersonen in den Blick.

Als Christen leben wir aus dem Bündnis mit Gott. Dieses Bündnis hat viele Ausdrucksformen und braucht Pflege und ständige Erneuerung: im Vollzug der Sakramente, im Gebet, in einer Bitte, z.B. an den Hl. Antonius, oder in Blumen für die Gottesmutter Maria. Ausdrucksformen dieses Bündnisses gehören bei uns selbstverständlich zum Schul- und Lebensalltag und werden von Erwachsenen in moderner Art vorgelebt.

 

 

Bewegungspädagogik:

Sie drückt sich aus im gemeinsamen Unterwegssein zu erstrebenswerten Zielen. Die Bewegungspädagogik legt Wert auf eine selbstentdeckende, organisch wachsende Bewegung zum Ziel hin. Das fordert Vertrauen und Zeit. Unter anderem im Projektunterricht soll speziell darauf Rücksicht genommen werden. Dabei hat Bewegungspädagogik nicht unbedingt etwas mit körperlicher Bewegung zu tun.

Auf dem Foto sieht man eine Gruppe von Schulkindern, die einen Bach überqueren. Bei einem Wandertag hatten sie die Idee, eine "Brücke" zu bauen. Ihr Lehrer ging auf diese "Bewegung", dieses Herzensanliegen der Kinder ein und freute sich mit ihnen, als sie die Brücke bauten und trockenen Fusses am anderen Ufer ankamen. 

 

 

 

Elternfortbildung:

Bei Interesse geben wir den Eltern schon vorher eine erste Einführung in das Thema „Kentenich-Pädagogik". Für alle, die größeres Interesse haben, kann eine Elternfortbildung angeboten werden. Als Referenten für Erziehungs- bzw. Schulthemen stehen erfahrene Eltern sowie engagierte Pädagogen zur Verfügung. Die jeweiligen Themen orientieren sich am Interesse der Eltern.

Darüber hinaus gibt es die Akademie für Familienpädagogik „Schönstatt auf´m Berg" im nahegelegenen Memhölz, in der Ehe- und Erziehungsthemen vertieft und Ehepaare zu Familientrainern ausgebildet werden: www.akademie-fuer-familien.de