Katholische Grundschule, Kempten

Geschichte der Schulgründung

Seit dem Jahr 2001 waren die Ehepaare Renate und Christian Immler (Durach) und Renate und Günter Ponkratz (Kempten) auf der Suche nach Gesinnungsgenossen, um in Kempten eine katholische Privatschule mit einer Ausrichtung auf die Kentenich-Pädagogik zu gründen.

Ab 2005 fanden Treffen mit vier Lehrern statt, die grundsätzliche Themen rund um die Schulgründung erarbeiteten, aber keine Verantwortung für die Schulgründung übernehmen konnten.

Neue Fahrt bekam das Projekt, als der Grundschullehrer Harald M. Knes im Jahr 2008 dazu stieß. Ehepaar Immler übernahm die Hauptverantwortung für Organisation, Schulgenehmigung und Finanzen und wurde später als Vorstand des Schulträgervereins (Kentenich-Pädagogik e.V.) gewählt.

 

Herr Knes übernahm die Hauptverantwortung für die anzuwendende Pädagogik, für das Lehrer-Team, die Unterrichtspraxis und die Schulausstattung. Ein Pädagogen-Team, unter Ihnen auch Luitgard und Bernhard Hyneck, traf sich in regelmäßigen Abständen um das Schulkonzept auszuarbeiten und den Bayrischen Lehrplan in vernetzte Unterrichtseinheiten einzuteilen. 

Im Dezember 2008 fand ein Treffen mit Herrn Haaf, Leiter des Schulwerkes der Diözese Augsburg, statt, der sich bereit erklärte, die Schulgründung fachlich zu unterstützen. Im Jahr 2009 wurde das Schulkonzept bei der Regierung von Schwaben eingereicht und die Schulgenehmigung beantragt.

 

 

Mietvertrag für die Grundschule Leubas

Mehrjährige Verhandlungen um ein Schulgebäude führten, mit Unterstützung der CSU Fraktion Kempten, am 12.7.2011 zu einem positiven Ergebnis. Die Stadt Kempten vermietete die Grundschule Leubas an den Schulträger. Damit wurde die Grundvoraussetzung für alle weiteren Schritte im Genehmigungsverfahren geschaffen. 

 

 

 

 

 

Schulgenehmigung und Schuleinweihung

Am 6.8.2012 erteilte die Regierung von Schwaben die Schulgenehmigung. So konnte am 9.9.2012 die Josef-Kentenich-Schule feierlich eingeweiht und am 13.9.2012 mit einer ersten und einer dritten Klasse eröffnet werden. Harald M. Knes übernahm die Schulleitung und unterrichtete die dritte Klasse und Sabine Panagos übernahm die erste Klasse. 

 

 

 

Anbau und Kauf des Schulgebäudes

Im Jahr 2013 wurde das Schugebäude vom Schulträger erworben und um gut 500 qm erweitert. Ein schöner, heller Anbau bietet nun Platz für die Grundschule mit 4 Klassen. Dieser Anbau wurde in einer "Eigenbaumaßnahme" gefertigt, denn ein Anbau mit Baufirma und bauleitenden Architekten konnte sich der Trägerverein nicht leisten. Ein junger Master-Bauingenieur und weitere Baufachleute sowie Bauhelfer wurden als Mitarbeiter des Vereins angestellt und erstellten den kompletten Neubau im Frühjahr und Sommer 2013. Firmen waren nur für die Fußboden-

heizung, den Estrich, Parkettboden und die Spengerarbeiten sowie den Einbau der Glastüren in der Aula tätig. Alle anderen Arbeiten wurden von eigenen Arbeitern und ehrenamtlichen Helfern, u.a. Eltern von Schulkindern, ausgeführt. Christian Immler und sein Bruder Hermann, beide gelernte Zimmermänner koordinierten die Baumaßnahme Vorort. 

 

 

 

Staatliche Anerkennung der Josef-Kentenich-Schule

Die staatliche Anerkennung der Josef-Kentenich-Schule war für die damaligen Lehrkräfte eine große Herausforderung. Denn sie wurden sehr oft und unangemeldet vom Schulrat sowie Fachleuten der Regierung von Schwaben im Unterricht besucht. Ihre Arbeit wurde bis in das kleinste Detail geprüft. Wir entschieden uns, keine Showstunden mit didaktisch ausgefeilten Methoden und Inhalten zu präsentieren, sondern einfach unseren Unterricht zu halten, wie er unserem Konzept entspricht. Ein Unterricht, der viel Wert auf eine gute Beziehung zum Schulkind und Freude am Lernen legt. 

Die Kinder unserer vierten Klassen mussten angangs alle in den Probeunterricht gehen, um auf eine weiterführende Schule wechseln zu können. Nachdem drei Jahrgänge überdurchschnittlich gute Leistungen zeigten und alle Kontrollen mit positivem Ergebnis abgeschlossen werden konnten, wurde uns im Jahr 2015 die staatliche Anerkennung erteilt. Damit ist die Josef-Kentenich-Schule mit staatlichen Schulen gleichgestellt. Wir haben die gleichen Rechte und Pflichten wie diese, genießen aber Privatschulfreiheit für die Unterrichtsgestaltung. 

 

 

 

Die Zukunft der Kinder ist jede Anstrengung wert

Zweifellos ist die Gründung einer Privatschule ein Weg, der hohe Anforderungen an alle Beteiligten stellt, doch die Zukunft unserer Kinder ist jede Anstrengung Wert.

 

Sehr engagierte Eltern, Pädagogen, Handwerker und Unternehmer investierten sehr viel Zeit und Kraft, um eine Schule zu gründen, in der das Beste im Kind zur Entfaltung kommen kann.

Diashow "Gründung der Josef-Kentenich-Schule"